Forschungs- und Entwicklungsprojekte

Wir waren die Ersten, die Benchmarking in der deutschen Wasserwirtschaft entwickelt und angewendet haben. Neue Wege zu gehen, gehört zu unserem Unternehmen. Sowohl mit Universitäten und Instituten, mit unseren Gesellschaftern oder auch mit den Fachverbänden arbeiten wir dafür in Forschungs- und Entwicklungsprojekten zusammen.

Best-Practice-Profile in der Sanierung der Kanalnetze

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Auftraggeber
Sechs großstädtische Abwasserbetreiber

Laufzeit
seit 2015

Ziele / Methoden

Die Sanierung (Erneuerung, Renovierung und Reparatur) des Kanalisationsnetzes ist aktuell und in Zukunft eine der Kernaufgaben der Abwasserunternehmen und stellt eine große Herausforderung an Verantwortliche, Prozessabläufe und eingesetzte Instrumente dar.

Im Rahmen von Benchmarking-Projekten der aquabench werden seit mehr als zehn Jahren sanierungsrelevante Fragestellungen insbesondere im Prozessbenchmarking Kanalbau (mit dem Fokus auf investive Erneuerungen und Renovierungen) sowie im Prozessbenchmarking Kanalbetrieb (mit dem Fokus auf Reparaturen) behandelt.

Aus der Arbeit mit diesen Themen ist deutlich geworden, dass einerseits die verantwortlichen Führungskräfte ein klares, abgegrenztes Forum wünschen, um hier über durch Prozessmodelle gesetzte Grenzen der Projekte hinaus den Austausch zu ermöglichen, und andererseits eine klare Leistungsbeurteilung in der Branche für diese wichtigen Bereich möglicherweise noch nicht ausreichend entwickelt worden ist.

Resultate

  • Durch die Zusammenführung von vorhandenen Ergebnissen kann ein umfangreiches Bild der Sanierung in den Analysefeldern Zustand, Ressourcen, Tätigkeiten und Effizienz gezeichnet werden.
  • Es gibt nicht das eine Best-Practice-Profil in der Sanierung. Profile sind jeweils vor dem Hintergrund individueller Ziele und Strategien zu bewerten.
  • Neue Fragen werden beantwortet: Wie habe ich mich im Vergleich verändert (Dynamik der Veränderungen betrachten)? In welchem Zielkorridor bewegen sich meine Vergleichspartner? Wie weit bin ich von meinem Ziel im Vergleich entfernt?
  • Die Formulierung von konkreten quantifizierbaren Zielen sowie die Darstellung des Erfolgs der Sanierung wird im Teilnehmerkreis überwiegend als schwierig eingestuft.
  • Die Möglichkeit der Analyse und des Austausches in einem eigenständigen Kreis (Strategie-ebene) wird weiterhin sehr positiv gesehen.

Team
Dr. Torsten Franz, Michael Zentner

Ansprechpartner: Dr. Torsten Franz

Indikatoren für die ökonomische Bedeutung von Wasser und Gewässern

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Auftraggeber
Umweltbundesamt

Partner
Universität Leipzig, Umweltforschungszentrum Leipzig, Emscher Wassertechnik GmbH

Laufzeit
Oktober 2014 - November 2017

Ziele / Methoden / Resultate
In der Studie werden Ansätze vorgestellt, die eine Abschätzung des ökonomischen Wertes von Wasser und Gewässern erlauben. Als Bewertungskonzept wurde mit einer „Landkarte der Bewertung“ ein mehrdimensionaler Bewertungsansatz entwickelt, welcher die wirtschaftliche Inanspruchnahme von Wasser abbildet. Der Bewertungsansatz wurde beispielhaft für vier ausgewählte Wassernutzungen angewendet:

  • Für die Binnenschifffahrt zur Güterbeförderung,
  • die öffentliche Wasserversorgung / Abwasserbeseitigung von Haushalten,
  • die Kühlung zur thermoelektrischen Stromproduktion sowie
  • die Bewässerung in der Landwirtschaft.

Für diese Wassernutzungen wurden die Bewertungsansätze in Bezug auf Deutschland, Nordrhein-Westfalen sowie Sachsen ausgewertet. Lesen Sie hier den Abschlussbericht.

Team
Pamela Raehmel, Filip Bertzbach, Dr. Torsten Franz

Ansprechpartnerin: Pamela Raehmel

Nachhaltigkeitscontrolling in der Siedlungswasserwirtschaft (NaCoSi)

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Auftraggeber
Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt im Programm "Forschung und nachhaltige Entwicklung (FONA)" und hierbei als Teil des Förderschwerpunkts "Nachhaltiges Wassermanagement" (NaWaM)

Partner
Technische Universität Darmstadt (Institut IWAR), Universität Leipzig, Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement (IIRM), Universität der Bundeswehr München, Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik, Institut für sozial-ökologische Forschung sowie 10 Praxispartner aus der kommunalen Ver- und Entsorgungswirtschaft.

Laufzeit
Mai 2013 - April 2016

Ziele / Methoden / Resultate
Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens werden im Rahmen eines konkret anwendbaren Führungsinstrumentes umgesetzt. Wir beschreiben hier Ziele, Methoden und Resultate.

Team
Dr. Kay Möller, Filip Bertzbach, Peter Graf

Ansprechpartner: Dr. Kay Möller

Entwicklung eines Hauptkennzahlensystems der deutschen Wasserversorgung

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Auftraggeber
Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs e.V. (DVGW) (als Unterauftragnehmer des IWW, Mülheim an der Ruhr)

Partner
confideon Unternehmensberatung GmbH und Rödl&Partner

Laufzeit
Oktober 2013 - Sommer 2014

Ziele / Methoden / Resultate
Gemeinsamer theoretischer Ausgangspunkt der Benchmarking-Projekte in der Wasserversorgung war ab 2003 die Anwendung des IWA-Kennzahlensystems (Hirner und Merkel, 2005). Im Rahmen der Projekte, durch Innovationen verschiedener Anbieter und erforderlichen Modifikation von Kennzahlen, hat sich das ursprüngliche IWA-Kennzahlensystem deutlich weiter entwickelt und an die bundesdeutschen bzw. regionalen Randbedingungen angepasst. In Teilbereichen führte dies zu gemeinsamen, parallelen, aber auch abweichenden Entwicklungen in den einzelnen Projekten.

Damit ist eine Vergleichbarkeit von Kennzahlenergebnissen verschiedener Landesprojekte nicht mehr durchgängig möglich. Einen zusammenfassenden Überblick in der Wasserversorgung auf der Basis eines abgestimmten Kern-Kennzahlensatzes kann die deutsche Wasserversorgung derzeit nicht in allen Bereichen darstellen. 

In Ergänzung zur Entwicklung eines „Branchen-Kennzahlensystems“ erarbeitet dieses Projekt daher ein System sog. „Hauptkennzahlen“, welches zur Anwendung in allen Benchmarkingprojekten der Wasserversorgung vorgeschlagen wird.

aquabench bearbeitete dieses Projekt gemeinsam mit der confideon Unternehmensberatung GmbH und Rödl&Partner als Unterauftragnehmer des IWW, Mülheim an der Ruhr.

Team
Peter Graf

Ansprechpartner: Peter Graf

Potenzialermittlung im Prozessbenchmarking durch ökonometrische Verfahren

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Auftraggeber
Emschergenossenschaft/Lippeverband, Entsorgung + Recycling Zürich, Hamburger Stadtentwässerung AöR, hanseWasser Bremen GmbH, Münchner Stadtentwässerung, Stadtentwässerung Dresden GmbH, Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf, Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR

Laufzeit
Dezember 2011 - Juli 2015

Ziele / Methoden / Resultate
Eine sinnvolle Einbeziehung von Rahmenbedingungen und unterschiedlichen individuellen Zielstellungen ist eine Herausforderung für jeden aussagekräftigen Benchmarkingvergleich. Mit dem Projekt wurden Ergebnisse ökonometrischer Verfahren bei der Auswertung wasserwirtschaftlicher Daten an ihren Beiträgen zu den Zielen des Benchmarkings (insb. Betriebsoptimierung und korrekte Einbeziehung von Rahmenbedingungen) gemessen. Mit den mehrdimensionalen ökonometrischen Verfahren kann man für die ausgewählten Prozesse (Kanalbau, Abwasserableitung und Abwasserbehandlung)

  • den Einfluss der Rahmenbedingungen verdeutlichen
  • die Vergleichbarkeit von Unternehmen, Anlagen und Projekten erhöhen
  • unterschiedliche Leistungsmerkmale (Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Sicherheit,Qualität und Kundenservice) und Rahmenbedingungen quantitativ in Bewertungen einbeziehen 

Zusätzlich half das Projekt, auf unzulässige Vereinfachungen der Positionsbestimmung vorbereitet zu sein.

Siehe Veröffentlichung.

Team
Dr. Torsten Franz, Dr. Kay Möller, Jan Schaper, Michael Zentner, Filip Bertzbach

Ansprechpartner: Dr. Torsten Franz

Erfolge und Zukunft des Benchmarkings

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Auftraggeber
Aggerverband, Emschergenossenschaft/Lippeverband, Entsorgung + Recycling Zürich, Münchner Stadtentwässerung, Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf, Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR

Laufzeit
Januar 2010 - Juli 2011

Ziele / Methoden / Resultate
Benchmarking ist ein Instrument, welches als Modernisierungsinstrument auch Gegenstand der politischen und öffentlichen Diskussion ist. Dies betraf in den Jahren 2009-2011 auch die die Anwendung neuer statistischer Verfahren und die Frage nach belegbaren Resultaten der über 12-jährigen Benchmarking-Praxis. aquabench hat hierfür gemeinsam mit einzelnen Gesellschaftern erarbeitet

  • eine belastbare Bewertung der bisherigen Erfahrungen mit Benchmarking und deren Ergebnisse,
  • ein Dokument mit den wichtigsten Verbesserungsmaßnahmen und Entwicklungen in den Unternehmen,
  • eine Dokumentation der Erfahrungen mit unterschiedlichen Erhebungszyklen im Benchmarking,
  • Empfehlungen für die Weiterarbeit im Bereich des Benchmarkings,
  • Vorschläge zur unternehmensinternen Kommunikation und für die Integration der Benchmarkingergebnisse in die Unternehmensführung,
  • Einschätzung der Benchmarkingergebnisse im Licht statistischer Verfahren.

Hierauf aufbauend wurden Ergebnisse in den Folgejahren kommuniziert.

Siehe Veröffentlichung.

Team
Dr. Kay Möller, Olaf Goerke, Filip Bertzbach, Peter Graf

Ansprechpartner: Dr. Kay Möller

Bewertung von Fluss(teil)einzugsgebieten – Entwicklung und Test einer Benchmarkingsystematik

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Auftraggeber
Emschergenossenschaft

Partner
Universität der Bundeswehr München, Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik; Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Umweltwirtschaft und Controlling

Laufzeit
August 2007 - September 2009

Ziele / Methoden / Resultate
Die integrale Wasserwirtschaft in Flusseinzugsgebieten hat in Nordrhein-Westfalen eine mehr als einhundertjährige Tradition. Die Optimierung von Planung, Bau, Betrieb und Unterhaltung ist regelmäßiger Teil dieser Arbeit. Seit Mitte der 90er Jahre ist Benchmarking auf die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung übertragen worden (Matos, Cardoso et al., 2003; Schulz, Schön et al., 1998). Als ersten Schritt in Richtung eines Benchmarkingsystems für die Bewirtschaftung von Fluss(teil)einzugsgebieten hat die Emschergenossenschaft ein Pilotprojekt beauftragt.

Die Verbesserung von Maßnahmenkombinationen in Flusseinzugsgebieten erfordert das Überschreiten bisheriger Betrachtungsgrenzen des Benchmarkings. Das Benchmarkingsystem soll einen Überblick über die wesentlichen Bereiche des Wassergebrauchs in einem Einzugsgebiet ebenso wie über die Charakteristik des Einzugsgebiets geben und Hinweise auf der Basis verschiedener Zielfelder (Sicherheit, Qualität, Kundenservice, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit) ermöglichen. Die Beurteilung bezieht zusätzlich die lokalen Rahmenbedingungen mit ein. 

Im Projekt wurde unter Berücksichtigung des Konzepts der Wasserrahmenrichtlinie und der existierenden Prozessmodelle ein Prozessmodell auf der Ebene eines Fluss(teil)einzugsgebiets entwickelt. Der wirtschaftliche Teil berücksichtigt die verschiedenen Kostenträger der Wassernutzung und ist soweit möglich aus den bestehenden Benchmarkingsystemen auf die Ebene des Fluss(teil)einzugsgebiets aggregiert worden. Auf dieser Basis sind Indikatoren für Rahmenbedingungen und Prozesse vorausgewählt worden. Ziel war es, ein ökonomisches, ökologisches und technisches Bild zu erstellen, und im Hinblick auf Ursache-Wirkungsbeziehungen zu testen. Darüber hinaus sollte der Einfluss der Schnittstellen zu den ober- und unterhalb angrenzenden Teileinzugsgebieten betrachtet werden.

Im zweiten Schritt wurde das System auf zwei Teileinzugsgebiete im Lippegebiet angewendet und die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Datenerhebbarkeit dokumentiert. Aus den erhobenen Daten wurden erste Indikatoren berechnet. Schließlich wurden Möglichkeiten der Verknüpfung des Benchmarkingsystems mit einer fluss(teil)einzugsgebiets-bezogenen Balanced Scorecard aufgezeigt und ein erster Vorschlag für deren Ausgestaltung gemacht.

Team
Pamela Raehmel, Peter Graf

Ansprechpartnerin: Pamela Raehmel

Unternehmensbenchmarking als Bestandteil der Modernisierungsstrategie – Kennzahlen und Auswertungsgrundsätze

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Auftraggeber
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)

Partner
confideon Unternehmensberatung GmbH 

Laufzeit
Sommer 2006 bis März 2007

Ziele / Methoden / Resultate
Vor dem Hintergrund der Modernisierungsstrategie der Bundesregierung war es Ziel, einen gemeinsamen Rahmen für das Benchmarking in der Abwasserbeseitigung in Form von Anforderungen an die wesentlichen Hauptkennzahlen zu schaffen, um einerseits die Kompatibilität der Kennzahlensysteme zu unterstützen und andererseits das freiwillige Benchmarking zu fördern. Das erarbeitete Konzept beschreibt eine Möglichkeit, Kennzahlen in diesem Sinne zu gestalten.

Team
Peter Graf, Filip Bertzbach

Ansprechpartner: Peter Graf

Entwicklung und Praxistest von Prozesskennzahlen in der Wasserwirtschaft, -gewinnung und -aufbereitung

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Auftraggeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Partner
TUHH, Technische Universität Hamburg-Harburg
IWW, Mülheim an der Ruhr  

Laufzeit
2005 bis 2008

Ziele / Methoden / Resultate

  • Entwicklung und Praxistestest von Prozesskennzahlen
  • Bereitstellung der aquabench-Online-Plattform

Team
Jan Schaper, Dr. Kay Möller

Ansprechpartner: Dr. Kay Möller