Tendenzen in den Prozessen der Abwasserwirtschaft

Jährliche Workshops zeigen Entwicklungen auf (Beispiele des Jahres 2017)

Die langjährige Durchführung der Projekte in den Prozessen der Abwasserbeseitigung ermöglicht Aussagen zu Tendenzen im Teilnehmerkreis. Aus den Workshops unserer Projekte im Herbst 2017 werden z.B. folgende Tendenzen deutlich:

  • „Bei den kontinuierlichen Teilnehmern des Benchmarking Kanalbau wird für das Erhebungsjahr 2016 die höchste Substanzerhaltungsrate (erneuerte und renovierte Strecke zum Gesamtnetz) seit Projektbeginn ausgewiesen. Dies konnte erreicht werden, indem der Anteil der Renovierung an der Rate stetig gewachsen ist und mittlerweile 70 % beträgt.“ (Prozessbenchmarking Kanalbau)

  • „70 % der Teilnehmer wenden bereits die VOB / C 2015 bzgl. der neuen Homogenbereiche an und arbeiten nicht mehr mit den bisherigen Bodenklassen in der Ausschreibung.“ (Prozessbenchmarking Kanalbau)

  • „Über alle kontinuierlichen Teilnehmer des Benchmarking Kanalbetrieb zeigt sich in den letzten Jahren im Mittel eine weitere Abnahme der jährlich gereinigten Strecke von 38,5 % (2005) auf 26,7 % (2016). Sechs Teilnehmer haben in diesem Zeitraum ihre Reinigungsleistung deutlich abgebaut (im Mittel um 50 %). Im Zusammenhang mit dem Ausbau der bedarfsgerechten Reinigung wird zukünftig auch die optische Vorkontrolle mit den dabei eingesetzten Instrumenten ein strategisch relevanter Teilprozess.“ (Prozessbenchmarking Kanalbetrieb)

  • „Die „sehende Düse“ wird zur Zeit von zwei Teilnehmern eingesetzt, wobei ein Teilnehmer dargestellt hat, wie die „sehende Düse“ und der elektronische Kanalspiegel helfen können, um die Inspektionsstrategie perspektivisch in Richtung einer bedarfsorientierten Inspektion zu entwickeln.“ (Prozessbenchmarking Kanalbetrieb)

  • „Die Zusammenarbeit der Mitarbeiter für die Klärwerks- und die Indirekteinleiterüberwachung in einem gemeinsamen Team steigert die Effizienz des Labors.“ (Prozessbenchmarking Analytik)

  • „Als wichtigste Handlungsfelder der Entwicklung des Einkaufs werden die Standardisierung von Materialien und Ausschreibungskonzepten und damit im Zusammenhang die Zusammenarbeit mit den Fachbereichen genannt. In diesem Zusammenhang erhält die Berücksichtigung von Kriterien der Nachhaltigkeit eine immer stärkere Rolle in allen Häusern.“ (Prozessbenchmarking Einkauf)

Dies ist ein kleiner Auszug. Für mehr Informationen werden die Teilnehmer der Projekte auf die Projektdokumentationen verwiesen.